Weithalsfässer als Vorratsbehälter für Lebensmittel
Häufig werden bei der Krisenvorsorge Weithalsfässer als Vorratsbehälter für Lebensmittel empfohlen. Prinzipiell ist ein Weithalsfass gut zum Schutz Ihrer Vorräte geeignet, hat aber gegenüber anderen Vorratsbehältern wie Auer Eimer einige erhebliche Nachteile.
Vorteile von Weithalsfässern für Lebensmittel
Weithalsfässer bieten ebenfalls zuverlässigen Schutz gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff, Schädlinge und sind absolut robust. Ein großer Pluspunkt sind die vielen Größen, in denen Sie Weithalsfässer kaufen können – von 10 l bis 120 l. Das ist ein enormes Volumen und es passt sehr viel Vorrat hinein.
Nachteile von Weithalsfässern bei der Krisenvorsoge
Aus unserer Sicht überwiegen die vielen gravierenden Nachteile, die den meisten Menschen nicht bewusst sind. Es klingt praktisch: Man kauft sich ein großes Weithalsfass mit 120 Liter Volumen, packt die Vorräte hinein, ohne darüber nachzudenken, dass man ein volles Weithalsfass nicht transportieren kann.
Große Lebensmittelfässer sind zu schwer zum Transportieren
Insbesondere Gewicht und Volumen sorgen für massive Probleme. So lässt sich ein großes Weithalsfass wegen seines Gewichts nicht tragen – erst recht nicht auf langen Strecken oder in unwegsamem Gelände. Ab einer gewissen Größe passt es nicht mehr ins Auto, in den Bollerwagen oder in den Fahrradkorb.
Formbedingt ineffiziente Vorratsbehälter
Die meisten Lebensmittel, die zur Krisenvorsorge bevorratet werden, befinden sich in eckigen Verpackungen. Runde Weithalsfässer lassen sich nicht effizient mit viereckigen Verpackungen füllen. Für effizientes Füllen müssen Mehl, Nudeln, Reis & Getreide aus der Originalverpackung genommen werden – sonst bleiben viele ungenutzte Lücken. Doch dann fehlt Ihnen bei der Entnahme die Mengenorientierung (1 Packung Mehl oder Zucker hat ein Kilo).
Rundfässer brauchen viel Lagerfläche & sind kaum stapelbar
Im Gegensatz zu eckigen Behältern benötigen runde Behälter deutlich mehr Lagerfläche. Während eckige Lebensmitteleimer dicht an dicht gestellt werden können, entstehen zwischen runden Behältnissen ungenutzte Lücken. Die Fässer lassen sich zudem nicht stabil stapeln, weil ihre Deckel nicht speziell dafür ausgelegt sind. Beim Umkippen kann es zur Beschädigung und dem Verlust des Inhalts kommen.
Schwer zu reinigen & zu wenig Überblick
Weithalsfässer sind nicht glattwandig, sondern haben Konturen, die eine Reinigung des Lebensmittelbehälters erschweren. Eine zuverlässige Hygiene für Lebensmittel ist somit nicht gewährleistet.
Zu große Vorratsbehälter für die Langzeitlagerung haben auch diesen Nachteil: Wenn Sie etwas rausnehmen wollen, das sich ganz unten befindet, müssen Sie den kompletten Vorratsbehälter ausräumen. Gleiches gilt, wenn Sie etwas bestimmtes in Ihrem Vorrat suchen.
Nochmal alle Nachteile stichpunktartig im Überblick
- Aufgrund der Form nicht sicher stapelbar, neigen zum Kippen.
- Die meisten Weithalsfässer haben keine Tragegriffe.
- Nicht alle Fässer sind lebensmittelecht – beim Kauf unbedingt auf den Hinweis achten. Nur in lebensmittelechten Fässern aus High-Density Polyethylen (HDPE) können Sie Lebensmittel lagern.
- Oft zu groß und zu schwer gefüllt, dann nicht mehr transportierbar.
- Volumen nicht effizient nutzbar.
- Beanspruchen Lagerfläche ineffizient.